Kurzsichtigkeit bei Kindern: Diese Warnzeichen sollten Eltern kennen

Kinder sagen selten „Ich sehe schlecht", sie kennen es nicht anders und halten ihr Sehen für normal. Deshalb zeigt sich eine beginnende oder zunehmende Kurzsichtigkeit fast immer im Verhalten, nicht in der Beschwerde. Die folgenden Anzeichen sind die häufigsten.

Die häufigsten Anzeichen

Einzelne Punkte sind kein Beweis. Treten mehrere zusammen auf oder verstärken sie sich, ist eine Überprüfung sinnvoll.

Wer besonders aufmerksam sein sollte

Das Risiko ist erhöht, wenn ein oder beide Elternteile kurzsichtig sind und wenn das Kind viel Zeit mit Naharbeit und wenig Zeit im Freien verbringt. In diesen Familien lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle, auch ohne akute Auffälligkeit. Denn beim Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zählt früher Beginn.

Wann zur Augenärztin oder zum Augenarzt

Manche Anzeichen gehören in ärztliche Hände und nicht zuerst zu uns. Bitte zeitnah augenärztlich abklären lassen bei:

Wir prüfen die Sehleistung und versorgen Fehlsichtigkeiten. Die Abklärung einer Erkrankung ist Sache der Augenheilkunde. Im Zweifel sagen wir Ihnen ehrlich, wohin der Weg führt.

So gehen wir vor

Stellen Sie eines oder mehrere der Anzeichen fest, klären wir bei einem Termin in Ruhe, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt und, wenn Vorwerte existieren, wie schnell sie sich verändert. Schreitet sie fort, besprechen wir mit Ihnen die Möglichkeiten, das Fortschreiten zu verlangsamen.

→ Mehr dazu: Kurzsichtigkeit bei Kindern verlangsamen – was heute möglich ist

Häufige Fragen

Mein Kind klagt nicht, kann trotzdem etwas sein?

Ja. Kinder halten ihr Sehen für normal und melden sich selten von selbst. Das Verhalten ist der zuverlässigere Hinweis als die Aussage des Kindes.

Ab wann sollte man Kinderaugen kontrollieren lassen?

Ab dem Vorschulalter sollten Kinderaugen ein mal im Jahr überprüft werden.

Macht viel Bildschirmzeit kurzsichtig?

Naharbeit über lange Zeit und wenig Tageslicht gelten als begünstigende Faktoren. Zeit im Freien wirkt umgekehrt schützend. Bildschirmzeit ist also ein Baustein, nicht die alleinige Ursache.